Ein Roboterarm lässt sich reparieren, ein menschlicher Arm ist ungleich gefährdeter. Während in der Vergangenheit die Maschinen deshalb sicher verwahrt wurden, ermöglichen heute intelligente Lösungen direkt am Roboter sogar gefahrlose gegenseitige Berührungen. Der Schlüssel sind leistungsstarke Sensoren und Kameras, die nicht nur detaillierte Montageaufgaben erlauben, sondern auch dafür sorgen, dass der Cobot den Menschen nicht verletzt. Im Falle eines ungewollten Kontakts beispielsweise kann der Roboter per Algorithmus automatisch sein Tempo verlangsamen, seinen Wirkungsradius verkleinern – oder im Notfall auch stoppen.
Künstlich intelligent
Hersteller von Robotern, wie etwa ABB oder Kuka, arbeiten zudem an lernenden Systemen für ihre Produkte. So sollen die Cobots durch die Interaktion mit ihren menschlichen Kollegen von ihnen lernen, dynamische Bewegungen im Produktionsraum richtig einschätzen und daraus Rückschlüsse auf ihr Verhalten ziehen. Ziel ist es, dem Roboter die Freiheit zu geben, um sich möglichst schnell, energieeffizient zu bewegen und gleichzeitig die hohen Safety-Anforderungen einzuhalten. Auch im Bereich Intralogistik wird bereits an intelligenten fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) gearbeitet. Stellt sich diesen ein unerwartetes Hindernis in den Weg – zum Beispiel der Mensch auf dem Weg in seine Mittagspause – dann heißt es „HALT!“, was einen Transportprozess abrupt beendet. Künstlich intelligente FTF versuchen hingegen durch eigenständiges Lernen das Verhalten sich bewegender Objekte vorherzusagen und entsprechend zu reagieren. Sei es durch Verlangsamen oder Ausweichen. Für ein sicheres Miteinander.
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