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Wie aus Abfall ein digitaler Datenstrom wird

Mit der von Leadec entwickelten Lösung „Digital Waste Tracking“ (DWT) werden an zwei Standorten eines OEMs Abfälle digital erfasst und nachverfolgt. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt ging das System 2024 in den Regelbetrieb. Und seit neuestem läuft alles auf der eigenen Leadec Industrial Cloud.

Im ersten Halbjahr 2024 wurde die Lösung, auf Basis des Pilotprojekts, an den beiden Standorten implementiert. Dazu wurden mehr als 6.000 Abfallbehälter und ihre Positionen erfasst und mit Barcodes ausgestattet. Diese enthalten Informationen wie den Behältertyp, z.B. 1,1 m³ oder 240 l Volumen, und das Leergewicht. Die vollen Behälter werden mit einem E-Wagen über eine Waage gefahren, gewogen und gescannt. Dadurch werden die jeweiligen Abfallsorten genau erfasst und die Abfallströme nachverfolgt.

 

„Wir haben die Gebäude nach und nach in die Lösung aufgenommen, seit Mitte 2024 läuft der Regelbetrieb stabil. Mittlerweile wurden die Digital-Waste-Kriterien sogar in die Qualitätsmatrix aufgenommen, anhand derer der Kunde unsere Leistung misst“, erklärt Terence Gudat, Projektmanager in der Smart Factory Group bei Leadec.

 

Neuer Platz: Die Leadec Industrial Cloud

Ende März ist die DWT-Lösung in die Leadec Industrial Cloud umgezogen. Diese bietet nicht nur eine transparentere Übersicht über die Auslastung und Kosten. Da sie komplett intern betreut wird, ermöglicht sie auch „schnellere Reaktionszeiten und eine bessere Verfügbarkeit der Applikationen für unsere Kunden und für uns“, so Terence Gudat.

 

Skalierbarkeit im Fokus

Die Vision des Kunden ist es, bis Ende 2026 alle Stoffströme über die DWT-Lösung zu erfassen – auch solche, für die Leadec nicht direkt zuständig ist. Ein Beispiel hierfür sind Mischschrotte. Die Smart Factory Group hat bereits ein Konzept erstellt, wie die Integration ins System möglich ist.

 

Voraussetzung hierfür ist, alle Container entsprechend zu markieren, sodass ihre Herkunft und ihr Gewicht hinterlegt sind. Dann werden sie am Abfallwirtschaftszentrum angeliefert, von Leadec mit Gabelstaplern abgeholt, gewogen und in den vorgesehenen Mulden abgeladen.

 

„Prinzipiell können wir alle Stoffströme erfassen und auswerten. Durch die Leadec Industrial Cloud haben wir eine bessere Supportstruktur und können die Lösung einfacher skalieren“, ergänzt der Projektleiter.
 

Klare Benefits

Die Vorteile liegen auf der Hand: Digital Waste Tracking ermöglicht nicht nur einen besseren Überblick über die Abfallströme, erhöht die Recyclingquoten und spart Kosten. Es hilft auch, wichtige Regularien wie die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erfüllen und die im Zusammenhang mit dem EU Green Deal definierten ESG-Strategien zu verfolgen. So können Anwender beispielsweise einfach darlegen, welche Reststoffe im Werk anfallen und wo diese herkommen. Und Leadec schafft durch die Kombination aus Dienstleistungen auf dem Werksgelände und digitalen Lösungen einen echten Mehrwert für seine Kunden.

 

Weitere Projekte auf der Leadec Industrial Cloud

Die Leadec Industrial Cloud ist ein wichtiger Schritt für Leadec, da sie durchgängige digitale Lösungen ermöglicht. Neben dem Digital Waste Tracking wird die eigene Cloud auch für die App zur Anlagenaufnahme, LARA 2.0, verwendet. 


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