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Die unsichtbare Infrastruktur: Warum Halbleiterfabriken mehr brauchen als Reinräume

Europas neue Halbleiterfabriken bestehen aus mehr als Produktionsanlagen. Erst die hochkomplexe Infrastruktur im Hintergrund – von Reinstmedien über Gas-Monitoring bis zur intelligenten Logistik – schafft die Voraussetzungen für maximale Präzision und Verfügbarkeit. Leadec bringt dabei seine Expertise in der Planung, Umsetzung und Integration kritischer Versorgungs- und Infrastruktursysteme ein. 

Die Herstellung moderner Mikrochips gehört zu den anspruchsvollsten industriellen Prozessen. Bereits kleinste Verunreinigungen oder minimale Schwankungen in den Versorgungsmedien können die Produktionsausbeute erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig steigen mit jeder neuen Chipgeneration die Anforderungen an Reinheit, Prozesssicherheit und Verfügbarkeit weiter an. 

 

Dadurch rücken technische Versorgungssysteme zunehmend in den Fokus. Hochreine Prozessgase müssen rund um die Uhr in exakt definierter Qualität bereitgestellt werden. Druckluftsysteme dürfen auch unter Spitzenlasten keinerlei Schwankungen aufweisen. Gas-Monitoring-Systeme übernehmen sicherheitskritische Aufgaben und gewährleisten den zuverlässigen Betrieb komplexer Produktionsumgebungen. 

Umfassende Leistungen für Gas-Monitoring und Druckluftversorgung

„Viele denken bei Halbleiterfertigung zuerst an Reinräume und Hightech-Produktionsanlagen“, sagt Gert Brandl, Projektleiter im Key Account Management bei Leadec. „Tatsächlich beginnt die notwendige Präzision aber deutlich früher – nämlich bei den technischen Infrastrukturen, die einen stabilen und sicheren Produktionsbetrieb überhaupt erst ermöglichen.“ 

 

Darum kümmert sich Leadec aktuell beim Neubau einer der größten Halbleiterfabriken in Europa. Der Schwerpunkt des Auftrags liegt auf dem Gas-Monitoring-System und der Druckluftversorgung. Beides sind unverzichtbare Bestandteile einer modernen Halbleiterfabrik. Leadec übernimmt in den kommenden 24 Monaten die Planung und Installation sämtlicher Schaltschränke und Kabeltrassen bis hin zur Inbetriebnahme.  

„Wir haben bei vergleichbaren Projekten bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt, die wir jetzt direkt anwenden können“, sagt Frank Seifert, Niederlassungsleiter der Leadec Automation & Engineering im Geschäftsbereich Nordost. Und mit Erfahrungen meint der Niederlassungsleiter ganz konkrete Themen: Unterschiedliche internationale Partner, regulatorische Anforderungen, volatile Lieferketten bei kurzen Realisierungszeiten, und die Komplexität einer gigantischen Baustelle.  

 

„Ein Projekt dieser Dimension bringt besondere Herausforderungen mit sich. Während der Bauzeit werden drei Hochphasen erwartet, in denen jeweils bis zu 60 Mitarbeitende von Leadec gleichzeitig auf der Baustelle tätig sein werden. Hinzu kommt die enge Taktung der verschiedenen Gewerke, die eine präzise Abstimmung aller Beteiligten erfordert“, so Seifert weiter.

Digitale Unterstützung für komplexe Logistikprozesse

Ein weiterer Schwerpunkt sind Logistikleistungen. Leadec organisiert die eigene Materialversorgung vom nahegelegenen Lager bis direkt auf die Baustelle und setzt dabei auf digitale „Unterstützung“.  Das Team der Produktions-IT hat hierfür ein eigenes Warehouse-Management-System entwickelt. Die modulare Lösung wurde speziell auf die Anforderungen des Projekts zugeschnitten, kann aber auch in anderen Aufträgen und Anwendungsbereichen eingesetzt werden.  

 

„Bei Halbleiterprojekten reicht es nicht aus, einzelne Leistungen isoliert zu betrachten“, erklärt Frank Seifert. „Entscheidend ist die Fähigkeit, hochkomplexe technische Systeme zu orchestrieren und dabei gleichzeitig internationale Standards, lokale Anforderungen und enge Zeitfenster sicher zu beherrschen.“


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