„Insgesamt sind am Standort Kölleda rund 200 verschiedene KLT-Typen im Einsatz. Im ersten Schritt haben wir uns für die zwei Highrunner entschieden: einen der größten und einen der kleinsten KLT-Typen. Diese machen zusammen rund 30 Prozent der Gesamtmenge aus. Unser Ziel war es, die Leistungsfähigkeit des Systems sowohl bei geringer als auch bei hoher Packdichte zu testen, also entweder 15 KLT pro Palette beim großen Typ oder 60 KLT beim kleineren Typ“, erklärt Stefan Hintz, Logistikleiter Leadec in Kölleda.
Ende Februar 2026 ist die Lösung in den Regelbetrieb übergegangen und wird weiter ausgebaut. Ziel ist es, zukünftig mehr als die Hälfte der Kleinladungsträger automatisiert sortieren zu lassen. Menschen und Cobot arbeiten dabei Hand in Hand. Der neue Kollege Kalle unterstützt das Team dabei, eine gleichbleibende Prozessqualität sowie hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Schnelle Einrichtung und Erweiterung
„Wir haben uns bewusst für einen Cobot entschieden, um eine sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter zu ermöglichen. Zudem erleichtert ein benutzerfreundliches User-Interface die Einrichtung und Optimierung. Neue KLT-Varianten können schnell und ohne aufwendige Programmierung hinzugefügt werden“, so Stephan Hihn, Global Head of Product Management bei Leadec. Auch in weiteren, von Leadec betriebenen Logistikzentren soll die Lösung bald eingesetzt und zusätzliche Einsatzgebiete erschlossen werden.
Hier zahlt sich die technische Flexibilität der Lösung von Vathos aus. Diese ist hardwareunabhängig und lässt sich unkompliziert in bestehende Sensorik, Robotik und IT‑Landschaften integrieren. „Unsere Robot‑Vision‑Software unterstützt gängige 3D‑Sensoren ebenso wie unterschiedliche Robotersysteme und kommuniziert über standardisierte Schnittstellen. Die Konnektoren für Kamera- und Robotiksysteme lassen sich per Plug‑and‑Play aktivieren oder austauschen, ohne dass Integratoren Parametrierungen manuell neu anlegen müssen. Die Objekterkennung selbst basiert auf mehreren kombinierten KI‑Modellen und ermöglicht eine zuverlässige Identifizierung selbst in unstrukturierten Umgebungen“, erläutert Nicolas March, CEO von Vathos.